Ich gehe davon aus, daß das Schweben und Führen mit dem Inductrack-Prinzip gelöst wird. Das Inductrack-Prinzip ist näher auf der Inductrack-Hybridmagnetbahn-Seite beschrieben. Magnetische Trag- und Führungselemente sind in den Cartoons violett
dargestellt.
Da dieses Verfahren je nach Ausführung erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit die nötigen
Führungs- und Tragkräfte erzeugen kann, braucht der Schlitten zusätzlich zu den Halbach-Arrays
für langsame Fahrt noch ein Radfahrwerk.
Als Antrieb kommt ein asynchroner Linearmotor in Langstator-Bauweise zum Einsatz. Magnetische Antriebselemente sind in den Cartoons blau
dargestellt.
Für den Bodenbetrieb des Raumfahrzeugs soll eine ausreichende Energie- und Kommunikationsversorgung anliegen. Sowohl Energie- als auch Datenübertragung werden vermutlich induktiv arbeiten. Induktive Energieversorgungs- und Kommunikationselemente sind in den Cartoons türkis
dargestellt.
Auf dem Startgelände, das im wahrsten Sinne des Wortes ein Weltraumbahnhof wäre, würde der Schlitten auf einem Paar parallel verlegter Gleise bewegt. Der Gleismittenabstand könnte vier Meter betragen. Zum Rangieren kämen Lokomotiven zum Einsatz.
Um den Schlitten an die Startbahn zu bringen, müßte er von Rangierlokomotiven bis zum Linearmotor geschoben werden. Das Transportprinzip entspricht auf diesem Abschnitt dem der Doppelspurbahn. Anschließend werden die Lokomotiven abgekoppelt und weggefahren. Das Bild rechts oben stellt den Schlitten mit Linearmotor im Schnitt dar.
Für den nur 90 s dauernden Beschleunigungsvorgang von 20 m/s auf 300 m/s braucht man eine reichlich 17 km lange schnurgerade Strecke. Daran sollte sich ein sogenannter "Bunnyhop" bzw. "Zero-G-Hill" mit 9 km Kuppenausrundungsradius anschließen, auf dem das Raumfahrzeug vom Schlitten abgelöst wird. Natürlich muß auch eine ausreichende Bremsstrecke vorhanden sein, auf der ein beladener Schlitten sauber zum Stehen gebracht werden kann, falls der Start aus irgendeinem Grund mitten im Vorgang abgebrochen werden muß. Im Gegensatz zu einem Raketenstart verursacht der von mir vorgesehene Abschuß per Magnetbahn nur geringe Beschleunigungskräfte von reichlich halber Erdfallbeschleunigung auf das Raumfahrzeug und seinen Inhalt.
Sollte der Linearmotor bei einem Abschußversuch versagen und der Schlitten auf freier Strecke unter die zum Schweben nötige Geschwindigkeit fallen, muß das Gerät beschädigungsarm auf Gleitkufen notgelandet werden. Für den Fall eines Startabbruches bei gleichzeitigem Ausfall des Linearmotors müssen außerdem diverse Notbremssysteme vorhanden sein, beispielsweise Luftbremsen und am Fahrbahnsteg ansetzende Bremskufen.
Zum Wiederflottmachen eines auf freier Strecke liegengebliebenen Schlittens müßte man ein Hilfsfahrzeug mit eigenem Antrieb (z.B. Propeller), eigener Energieversorgung (Brennstoffzelle, Dieselmotor oder Turbine) und Luftkissenfahrwerk auf die Strecke schicken, welches am Schlitten ankoppeln würde, um unter dem stehenden Schlitten ebenfalls ein Luftkissen durch Einblasen von Luft zu erzeugen. Auf diese Art kann abgeschleppt werden. Die Konstruktion des Schlittens ist darauf abzustimmen.



